Grünkohl-Duell: Malbec vs. St. Laurent

Grnkohlduell

Als Ergebnis der ausgiebigen Kommentar-Diskusssion „Welcher Wein passt am besten zum Grünkohl“ vom vergangenen Wochenende auf meinem facebook-Profil gibt es heute ein spannendes Wein-Duell: St. Laurent vs. Malbec. Beide Rebsorten waren in mehreren Kommentaren vorgeschlagen worden und die vorgetragenen Argumente haben mir eingeleuchtet. Deshalb kommen diese beiden Weine heute ins Glas, wenn ich ein letztes Mal in diesem Winter  Grünkohl serviere: 2008 Malbec Reserva, Norton, Mendoza (Argentinien) und 2009 Frauenfeld St. Laurent Johanneshof/Reinisch, Thermenregion (Österreich).  Nur der Vollständigkeit halber: natürlich gibt es  auch huet Abend zum Grünkohl geräucherte Schweinebacke, aber diesmal Dicke Rippe statt Kasseler, Kohlwürste vom Bauern statt Mettenden und Wiener vom Stadtschlachter statt Schinkenwürste.  

Lauenburger Stipendiaten

Knstlerhaus

Die fünf Stipendiaten des Künstlerhauses (Foto) in Lauenburg für das Jahr 2012 stehen fest. Die Kuratoren wählten die nachstehenden Künstler für die jeweils halbjährigen Aufenthaltsstipendien aus:    

Literatur: Monique Schwitter (Hamburg).

Komposition: Atac Sezer (München). 

Bildende Kunst: Katrin Pieczonka (Hamburg), Verena Issel (Hamburg) und Carolin Schreier (Köln). 

Vom Mai dieses Jahres an werden sie in dem historischen Gebäudeensemble direkt an der Elbe leben und arbeiten. Ich werde sie der Reihe nach hier vorstellen. Für Atak Sezer habe ich eine kurze Biographie für Wikipedia verfasst und die bereits bestehende Wikipedia-Biographie von Monique Schwitter habe ich gründlich überarbeitet. Bei einigen anderen Stipendiaten bin ich noch am Sammeln und Sichten des Materials. 

Das Künstlerhaus Lauenburg geht inzwischen in das 26. Jahr seines Bestehens und hat sich im Laufe dieser Zeit zu einer auch international viel beachteten kulturellen Institution im Norden Deutschlands entwickelt. Seit der Gründung im Jahr 1986 wurden über 120 Stipendien vergeben in und zwar in den drei Sparten Bildende Kunst (seit 1986), Literatur (seit 1988) und Komposition (seit 2010). 

Grünkohl

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Heute war nach langer, langer Zeit bei uns mal wieder Grünkohltag. Auf dem Lauenburger Samstagsmarkt habe ich heute früh bei einem Bauern tadellos  geputzten und gezupften Grünkohl gekauft. Beim Vorbereiten hatte ich nicht mal eine kleine Handvoll Abfall.  Bei der Zubereitung habe ich mich mehr oder minder an das traditionelle Rezept gehalten. 

Den  Kohl waschen, blanchieren und nochmals kalt wässern. Ausdrücken und einemal schneiden. In einem grossen Topf eine gehackte Zwiebel und zwei Knoblauchzehen mit Meersalz in Schweineschmalz dünsten, den Kohl dazugeben, Gänseschmalz unterrühren und pfeffern. Die geräucherte Schweinebacke oben drauf legen und zugedeckt ca. eine Stunde mit gelegentlichem unterrühren schmoren lassen. Dann den Kohl in einen Bräter umfüllen, Haferflocken unterrühren, Schweinebacke oben auf legen und eine Stunde im Backofen weiter schmoren. Dabei nach und nach die verschiedenen Würste und zum Schluss das Kasseler dazugeben. 

Zusammen mit kleinen Pellekartoffeln, die in der Pfanne mit Butter und Zucker karamelisiert wurden, servieren.   

Lauenburger Teller (3): Dorschsalat

Dorschsalat

Gestern gab es zum Abendessen Dorsch mit Senfsauce – leider ohne Foto. Da das gut ein Kilo schwere Mittelstück des Fisches zu viel für uns war, blieb einiges übrig. Das habe ich mit Haut und an der Gräte im Sud über Nacht  kühl gestellt und heute abgeflockt um eine Rezept auszuprobieren, das mir schon so lange vorschwebt, seit ich in dem Buch von Helga Rudolph „Schüsselhecht und nackter Barsch“ über die Küche der Ostseefischer darüber gelesen habe: Dorschsalat.

Den Ostsee-Dorsch habe ich bei unserem Fischhöker auf dem Lauenburger Markt  gekauft. Die Kartoffeln,  die Gurke, das Suppengemüse und der Meerrettich stammen ebenfalls vom Wochenmarkt. Also bis auf die Schalotte, den Knoblauch, die Zitrone, die Kapern und Gewürze in der Hauptsache alles regionale Produkte. 

Vorweg der Fisch. Dazu habe ich aus Wasser und Weisswein mit Salz und etwas Zitronensaft einen Sud hergestellt, in dem ich Karotte, Knoblauch, Zwiebel, Petersilienwurzel, Sellerie und Lauch  mit Knoblauch, Lorbeerblatt, Wacholderbeeren. Piment-, Pfeffer- und Korianderkörnern aufgekocht habe. Darin habe ich den Fisch  knapp 20 Minuten auf kleiner Flamme ziehen lassen. 

Für den Salat: Pellkartoffeln in Scheiben und Viertelringe von der halbgeschälten Gurke mit gehackter Schalotte vermischen. Dann eine Vinaigrette herstellen aus Öl, Essig, einem Spritzer Zitrone, Pfeffer Salz, reichlich Kapern, etwas Senf und Merrettich. Alle Zutaten vermischen und ca. eine halbe Stunde  an einem kühlen Ort ziehen lassen. Anrichten und mit gekochten Eiern servieren. 

Rahmwirsing

Wirsing

leckeres Mittagessen: Rahmwirsing mit Räucherspeck und Kümmel. Die Blätter des Wirsings von den groben Rippen trennen und in kochendem Salzwasser mit Kümmel blanchieren. Die Blätter streifig schneiden. In einer Casserolle grob gewürfelten Räuchgerspeck auslassen und darin den Wirsing im eigenen Saft mit etwas Butter zugedeckt weich dünsten. Mit Salz und Pfeffer abschmeckwn. Einmal zum durchziehen abkühlen lassen und dann mit etwas Sahne aufkochen. 

Bellevue

Bellevue

Bellevue gleich Schöne Aussicht. So heisst zu Recht ein Hotel hoch über dem Steilufer der Elbe bei Lauenburg, in dem wir während unseres heutigen Sonntagsspaziergangs eine Kaffeepause eingelegt haben. Die Aussicht über den Strom bis weit ins Lüneburger Land ist einfach wundervoll. Neben der Restaurantveranda im 50er Jahre Stil gibt es auch eine Lindenterrasse mit einigen Bäumen, die so an die 120 Jahre alt sein dürften, ein ländliches Pendant zur feinen Schwester in Hamburg,  der berühmten Lindenterasse des Jacob´s in Nienstedten.

Elbspaziergang

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Die Elbe führt seit Tagen ein kleines Hochwasser, das heute bei Lauenburg einen Stand von 6,06 Meter erreichte. Das  sind ca. 1,12 Meter über dem mittleren Wert  von 4,94 Metern. Nichts gegen das vergangene  Jahr, als hier im Januar mit 9,14 Metern ein historischer Höchststand verzeichnet wurde. Aber immerhin genug um unseren Sonntagsspaziergang hinter der Station der Lebensrettungsgesellschaft zu beenden. Danach war der Elbwanderweg unbegehbar weil abgesoffen. Dennoch: ein wunderschöner klarer, sonniger Tag.  

Lauenburger Schipperhöge 2012

 

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An diesem Wochenende fand bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein in Lauenburg die alljährliche Schifferhoege statt. Das ist ein auf die Zeit des 30jährigen Krieges zurückgehendes Brauchtum der 1635 gegründeten Schifferbrüderschaft. In der heutigen Form handelt es sich um einen bürgerlichen Honoratiorenumzug  wie sie im 19. Jahrhundert in Mode kamen. Die Mitglieder in schwarz gekleidet mit Zylinder, Amtsketten und Traditionsfahnen ziehen begleitet von Trommlern,  Pfeiffern und Blasmusik durch die mit Fahnen geschmückten Strassen der Altstadt.  Kinder der Mitglieder tragen historische Schiffsmodelle mit. Hiermit erweist die Brüderschaft dem Amtspatron, (Bürgermeister), den Älterleuten und der Leitung des Wasser- und Schiffahrtsamtes die Ehre.  Durch die Figur einer „Lustigen Person“  (Hans Wurst) mit eine Gruppe Harlekins als Begleiter bekommt das Ganze einen Hauch von Karneval. An bestimmten Punkten der Stadt – ihrem Vereinslokal, dem Schloss oder am Elbschiffahrtsmuseum – werden kurze Reden gehalten, auch mal eine Runde Schnaps ausgeschenkt und ein dreifaches „Vivat Hoch“ ausgebracht. Anschliessend spielt die Blaskapelle zum Strassentanz auf.  Das Fest klingt mit einem Ball aus. Am Tag zuvor zieht die „Lustige Person“ durch die Strassen der Stadt und überbringt den Schifferbrüdern die Neujahrsgrüsse. An die Kinderschar, die ihn begleitet, werden vom dem Haus Süssigkeiten verteilt! Das wird von den Kindern jeweils mit lautem Geschrei quittiert. Es können alle Kinder teilnehmen, da die Schule den Erhalt dieser Tradition unterstützt.